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Ohne Polen und Romänen liefe auf dem Bau nichts mehr

Offene Stellen: neue Jobs werden überwiegend von Ausländern erledigt

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Innerhalb eines Jahres wurden in Deutschland um die 700.000 neue Jobs geschaffen. Mehr als 50% der neuen Stellen wurden nicht mit Deutschen besetzt. Osteuropäer sind führend, bei der Besetzung neuer, sozialversicherungspflichtiger Arbeitsplätze.

Was für Fachkräfte gilt, scheint in Deutschland generell für den Arbeitsmarkt zu gelten: Es gibt einen eklatanten Mangel an Arbeitskräften. Und das nicht nur in der IT-Branche, der Pflege, bei Lehrern und Ingenieuren.

Von knapp 700.000 neu geschaffenen Arbeitsplätzen im Zeitraum Juli 2017 bis Juli 2018 wurden 370.000 mit ausländischen Arbeitskräften besetzt, während für lediglich 330.000 der neuen Jobs deutsche Staatsbürger angestellt wurden. Dies geht aus einem Bericht der Bundesagentur für Arbeit hervor, auf Basis dessen die FAZ gestern einen Artikel veröffentlichte.

Osteuropäische Arbeitskräfte stellen die Mehrheit

Die Zahl der Beschäftigten aus dem osteuropäischen EU-Ausland stieg dem Bericht nach am stärksten an. Arbeiter aus Polen und Rumänen stellen dabei die Mehrheit. Insgesamt sind in Deutschland derzeit über 420.000 Menschen aus den beiden Staaten in Deutschland in sozialversicherungspflichtigen Jobs tätig oder geringfügig beschäftigt.

Laut dem Bericht gehen derzeit in Deutschland etwa 330.00 Flüchtlinge einer Arbeit nach.

Osteuropäer flexibler als deutsche Arbeitskräfte

Laut Experten zieht es neu hinzugezogene osteuropäische Arbeitskräfte oftmals dorthin, wo in Deutschland ein Mangel vorherrsche und wo Stellen aufgrund von mangelnder Flexibilität nicht mit deutschen Arbeitskräften besetzt werden können.

Qualifizierte Arbeitskräfte aus Osteuropa und dem Balkan springen also oftmals dort ein, wo Firmen händeringend nach Arbeitskräften suchen – egal ob auf dem Bau, in der Logistik, im Handwerk, der Industrie oder in IT-Unternehmen.

Besonders im Baugewerbe und in der Logistik-Branche ginge in Deutschland kaum noch etwas ohne Polen, Rumänen oder Bulgaren.

Arbeitskräftemangel: Deutschlandweit

In Bayern und Baden-Württemberg herrsche auf dem Land quasi Vollbeschäftigung, heißt es in dem Bericht. Lediglich einige Städte seien noch ausgenommen. Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein stünden ebenfalls kurz davor, den Status der Vollbeschäftigung de facto zu erreichen.

Warum steigen die Löhne nicht schneller?

Wenn doch in weiten Teilen Deutschlands Vollbeschäftigung herrscht, warum steigen dann die Löhne nicht schneller?“, fragt sich da so manch fleißiger Arbeitnehmer sicher. Auch auf diesen Aspekt geht der Artikel der FAZ ein.

Der Zuzug von Arbeitnehmern aus anderen Ländern habe demnach keinerlei Auswirkungen auf den Lohnanstieg. Mögliche Ursachen dafür, dass die Löhne und Gehälter in den Zeiten des Booms bisher nicht höher gestiegen sind, könnte die gewohnte Zurückhaltung der Gewerkschaften sein oder dass junge Leute mehr Wert auf Freizeit legen, als auf mehr Geld auf dem Konto.

 


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